Faktencheck: Beeinträchtigung ökologisch wertvoller Flächen

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Beeinträchtigung ökologisch wertvoller Flächen

Das Argument, dass Freiflächen-Solarparks zwangsläufig ökologische Flächen beeinträchtigen oder die Landwirtschaft stark einschränken, ist bei guter Planung widerlegbar.

Bei sorgfältiger Standortwahl und biodiversitätsfreundlicher Gestaltung sind Solarparks kein ökologischer Nachteil, sondern leisten einen aktiven Beitrag zu Artenschutz, Biodiversität und nachhaltiger Flächennutzung – besonders in bereits intensiv, aber artenarm genutzten Regionen. Die Hauptbedrohung für die Artenvielfalt in Deutschland bleibt nämlich der Klimawandel, nicht der Bau von Solarparks.

Falsch, denn Biodiversität kann sogar gefördert werden.

Gut geplante Solarparks können auf artenarmen oder intensiv genutzten Agrarflächen gezielt Lebensräume für bedrohte Arten schaffen, z.B. mit Blühstreifen, Gehölzgruppen, Teichen oder Steinhaufen.

Solarparkflächen werden meist nicht gedüngt oder mit Pestiziden behandelt – das unterstützt Artenvielfalt, insbesondere von Insekten und Vögeln.

Durch Maßnahmen wie Durchlässe im Zaun für kleine Tiere und Rückzugsräume im Park profitieren viele Tierarten direkt.

Falsch, denn durch die Wahl des Standorts werden wertvolle und sensible Flächen geschützt.

Strenge Kriterien für den Bau von Solarparks sorgen dafür, dass keine ökologisch besonders wertvollen Flächen (z.B. Moore, naturnahe Wälder, Schutzgebiete, artenreiche Grünländer) belegt werden. Hier werden Solarparks ausgeschlossen oder nur nach äußerst sorgfältiger Prüfung zugelassen.

Es wird vor allem bereits stark genutztes oder weniger wertvolles Land (Industriebrachen, ertragsschwache Böden, Randflächen) verwendet.

Falsch, denn es kommt zu Ökologischer Aufwertung statt Verlust

Wo früher Monokulturen oder pestizidintensive Landwirtschaft vorherrschten, können Solarparks durch Extensivierung einen ökologischen Mehrwert bieten. Das führt zu neuen Lebensräumen und einer Aufwertung der Flächen.

Untersuchungen belegen, dass auf solchen Flächen die Artenvielfalt signifikant steigen kann und Solarparks als Biodiversitätsinseln dienen.